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Opel-Treffen des "Opel Team Aerzen" in Aerzen 2008
Die Matsch-Schlacht
Hier von meiner Seite ein kleines Fazit zum Opeltreffen des „Opel Team Aerzen“:
Vorab; der Wetterbericht sagte am Freitag dies hier: „Der Himmel ist am Vormittag meist dicht bewölkt bei 16 Grad, nachmittags besteht bei Werten um 18 Grad Gewittergefahr. In der Nacht gibt es bei Werten um 11 Grad immer wieder Regen.
Samstag ziehen Gewitter durch bei Höchstwerten um 18 Grad und am Sonntag ist der Himmel wechselnd bewölkt bei 19 Grad.“
Nicht gerade rosig die Aussichten, aber erstmal einen Versuch wert. Wir starteten in Bad Eilsen mit 5 Autos (2 x Opel, 2 x BMW und ein Toyota) um ca. 17.00 Uhr bei leicht bewölktem Himmel. Auf der Strecke zum Treffenplatz, ungefähr 35 – 40 km wurde das Wetter von Kilometer zu Kilometer schlechter. Der Himmel wurde dunkler und öffnete schließlich seinen Schleusen, so dass es sich als wir am Platz ankamen bereits eingeregnet hatte. Immer noch voller Hoffnung fuhren wir jedoch auf das Stoppelfeld, doch bereits nach 20 m steckte der erste Wagen im Schlamm, so dass wir beschlossen gar nicht weiter nach befreundeten Clubs zu suchen (An dieser Stelle Dank an die „OWH“ und die „BOM“, dass sie uns Plätze freigehalten hatten!), sondern direkt vor Ort hinter der ersten Kurve unser Lager aufzuschlagen. Mit vereinten Kräften und Hilfe des Veranstalters schoben wir unsere Hecktriebler rückwärts aus der Fahrgasse und versuchten die anderen Fahrzeuge so gut wie möglich in deren Nähe zu postieren. Alle waren wohl froh, als sie ihre Fahrzeuge einigermaßen platziert hatten. Und es regnete immer noch!
Nichts desto trotz musste zuerst das Pavillon aufgebaut werden, lediglich als Regenschutz, denn von Sonne und Wind war keine Spur.
Nun standen wir mit 8 Leuten unter unserem 3 x 3m Pavillon, keine Stühle, keine Tische, kein Grill und beratschlagten die weitere Situation. Alle waren sich wohl einig, dass man in den Autos nächtigen und keine Zelte aufbauen wollte, aber ein paar Sitzgelegenheiten und vor allem der Grill mussten schon her. Also hieß es in Windeseile im Regen das Wichtigste aus den Autos zu räumen und diese schlaftauglich zu machen. Als wir endlich den Grill anzündeten war der Großteil der Gruppe matschig und komplett durchnässt und natürlich dementsprechend gelaunt. Die Vor- und Nachteile unseres Standortes stellten wir auch zügig fest: Super war der Toilettenwagen direkt auf der anderen Seite der Fahrgasse, eher nicht so toll war der herrschende Verkehr, da wir kurz hinter der Einfahrt stehen geblieben waren. Zwischenzeitig halfen wir als diversen Autos weiter durch den Schlamm zu kommen, was uns mit den einen oder anderen Matschspritzern auf Kleidung, Gesicht und Haaren gedankt wurde. Es war noch nicht dunkel, als Schieb en nichts mehr brachte und immer häufiger der Trecker seinen Einsatz zum platzieren der eintreffenden Fahrzeuge fand und das erste Stroh an „versinkende“ Clubs verteilt wurde. Unser Tag endete früh, nachdem sich einer unserer BMWs frühzeitig entschied sich schon einmal vom Platz ziehen zu lassen, bevor es noch schlimmer würde. Vom Festzelt und der Miss-Opel-Wahl haben wir leider nichts mehr mitbekommen, aber von dem Regen, der bis in die Morgenstunden auf unser Autodach klopfte umso mehr.
Der Samstagmorgen begann mit einem recht ansprechenden Sonnenstrahl auf meinem Gesicht, aber ein Blick aus dem Fenster auf ein umgestürztes Pavillon ließ mich die Ausmaße der Nacht erahnen. Es war wohl Wind aufgekommen und deshalb auch kein Regen mehr da, dafür aber eine Menge auf dem Dach liegende Pavillons und nass gewordenen Stühle, Tische, Lebensmittel, etc. Kein allzu freudiger Anblick, aber es war trocken. Ein kurzer Blick auf unseren Pavillon, unsere Klamotten und unsere Autos. Alles war soweit noch okay und wir hatten sogar in der Nacht noch Besuch bekommen; ein Corsa war direkt neben uns liegen geblieben und hatte dort sein Nachtlager aufgeschlagen. Wir nutzten die Chance um wenigstens ein paar Bilder zu machen und um im Festzelt frühstücken zu gehen. Gut gestärkt schöpften wir neuen Mut für den Tag, wenn auch unser zweiter BMW aufgrund eines ungeklärten Wassereinbruchs ebenfalls vom Acker gezogen werden musste (beim Versuch ihn vom Acker zu schieben machte ich Bekanntschaft mit dem Matsch, weil me ine Schuhe nicht genug Halt fanden) und sich auf den Heimweg begab. Durch das verstärkte Aufkommen an Autos und Schlamm verzögerte sich seine Abreise jedoch um ca. 3 Stunden, da wir auf einen der beiden Trecker warten mussten, die Hochkonjunktur im Abschleppen hatten. So hatten wir genügend Zeit um den Aerzenern bei der Verteilung der organiesierten Strohballen im Eingangsbereich zu helfen und unser eigenes Lager ebenfalls etwas „Trocken zu legen“.
Auf der Häuptlingsversammlung erfuhren Björn und ich dann, dass kein weiteres Treffen der Aerzener geplant sei, da man nun beide Male Pech mit dem Wetter gehabt habe und dementsprechend natürlich auch mit den Besucherzahlen und allem was daran hängt. Einerseits ist das sehr traurig, weil die Aerzener sich wirklich Mühe mit dem Treffen gegeben haben! Die Preise waren okay, die Toiletten reichlich und sauber, das Frühstück gut und es gab sogar für alle angemeldeten Clubs einen kleinen „Dabeisein-Pokal“. Andererseits kann ich natürlich verstehen, dass die Kraft und Lust für einen weiteren Versuch schwindet! Ich weiß auch nicht, ob wir als Club wieder an einem Treffen der Aerzener teilnehmen würden, zumindest stehen die Chancen eher schlecht, wenn es sich dabei wieder um ein Stoppelfeld als Lokation handelt.
Naja, als es gegen Mittag immer noch einigermaßen trocken war, beschloss der Rest des Clubs, nunmehr noch 2 Autos, zu bleiben. Björn hatte sich auch zur Fahrzeugbewertung angemeldet und musste so eh warten. Diesen Entschluss bereuten wir allerdings schon kurze Zeit später, als es immer häufiger in kürzer werdenden Abständen zu regnen begann. Gegen Nachmittag (16.00 Uhr) wurde dann auch uns klar, dass es keinen Sinn mehr hatte und so nutzten wir jede trockene Minute zum Abbau. Zu dem Entschluss abzureisen trug auch die Schließung des uns nahe liegenden Toilettenwagens bei, da wir von der Aussicht mehrere hundert Meter durch den Schlamm und Regen zu laufen um zu einer anderen Toilettengelegenheit zu gelangen nicht begeistert waren.
Gegen 18.00 Uhr bekamen wir dann, während Björns Vectra bewertet wurde, die Gelegenheit der „DeWeZet“ (Tageszeitung) ein kurzes Interview zu geben und danach machten wir uns per „Trecker & Tau – Service“, im wahrsten Sinne des Wortes, vom Acker. Der Vectra wurde zuerst an den Hacken genommen. Kurz vorher hatten wir versucht, ob er aus eigener Kraft von der Stelle kommen würde: negativ! Als er weg war, wollten Dennis und ich versuchen, ob es dem Astra besser gelingen würde. Zuerst machte es den Anschein, allerdings nur für ca. 30 cm rückwärts. Alles Schieben von uns brachte überhaupt nichts, zumal wir nur zu zweit waren und Dennis als Handicap einen Gipsarm hatte. An dieser Stelle ist es mir sehr wichtig zu schreiben, wie enttäuscht ich von der Hilfsbereitschaft der Umstehenden „Opelfahrer“ war. Sicherlich gab es einige, die uns zuvor schon mit den BMWs und dem Toyota geholfen hatten, das steht außer Frage. Aber in dem Moment, indem Dennis und ich verzweifelt versuchten den Astra zu bewegen um vom Platz zu f ahren kam KEINER, auch nicht die, denen wir vorher beim Schieben geholfen hatten. Stattdessen fanden es einige wohl belustigend unsere Bemühungen zu filmen! Besten Dank, so was nennen einige dann noch Gemeinschaft! Naja, letzten Endes zog mich der Trecker dann auch Richtung Ausgang. Nur ein paar hundert Meter, aber eine ereignisreiche Fahrt: Lenkbewegungen, die ich machen sollte um hinter dem Trecker zu bleiben, registrierte mein Auto gar nicht, so dass ich einige Male mit Querstehenden Reifen über den Acker rutschte. Außerdem konnte ich einem im Boden steckenden Holzpflock nicht mehr ausweichen, der unweigerlich unter meinen Unterboden schlug. Aber nach ca. 2 Minuten Horror standen wir wieder auf einer Straße und konnten uns aus eigener Antriebskraft fortbewegen, was wir dann auch auf direktem Weg in eine Waschanlage taten. Den Schlamm habe ich heute (Sonntag) versucht aus meinem Auto zu entfernen. Leider ist der Erfolg nicht so wie gewünscht…
Alles in allem war das Treffen leider, dank dem Wetter, ein totaler Reinfall! Es tut mir wirklich Leid für das „OT Aerzen“, dass sie wieder so schlechtes Wetter hatten, weil sie sich wirklich Mühe gegeben haben! Ich denke, mit ein bisschen weniger Nässe wäre das ein super Treffen geworden, aber es hat wohl nicht so sein sollen! Vielleicht ist ein Stoppelfeld auch nicht unbedingt der Platz, der sich für ein Autotreffen eignet…soviel zu meinen Eindrücken zu diesem Treffen.
verfasst von Steffi

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